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Der Wein der Gesundheits- und Fitneßregion
Das Rotweinparadies
Ein Klima wie im Süden - Im engen Tal lässt das Mit Das hier trotz der nördlichen Lage, zwischen dem 50. und 51. Breitengrad, so vorzügliche Weine gedeihen, ist dem mit Der überwiegende Teil der Weinberge befindet sich an nach Süden gerichteten Steilhängen. Auf den oft schmalen Terrassen recken sich die Reben der Sonne entgegen, unbehelligt von den kalten Winden der Eifel, die über das enge Tal hinwegbrausen. In den Sommermonaten ist die Hitze in den Weinbergen so unerträglich, dass die Winzer in die Siesta flüchten. Gearbeitet wird von morgens 5 bis gegen 11 Uhr, dann erst wieder nach 16 Uhr in den kühleren Abend hinein. Der dunkle Boden, die Felsen und Trockenmauern speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts langsam wieder ab, so dass die Rebstöcke auch nach Sonnenuntergang nicht abkühlen. Aber auch diese Medaille hat ihre zweite Seite. Die steilen Hänge lassen sich nur zu 47 Prozent mit dem Seilzug und weitere 29 Prozent gar nur von Hand bearbeiten, gänzlich ohne Maschineneinsatz also. 80 Prozent der Flächen sind kleiner als 1 Hektar und in manchen Lagen bieten die Terrassen gar nur Platz für zwei Stockreihen.
Rund 500 Winzer trotzen heute noch den widrigen Arbeitsbedingungen, schuften im Weinberg und im Keller. Die meisten von ihnen als Nebenerwerbswinzer, die ihre Trauben in einer Genossenschaft der Ahr abgeben. Rund 50 Weinbauern sind Selbstvermarkter. Die Genossenschaften haben an der Ahr Tradition: Als der Weinbau Mitte des letzten Jahrhunderts unrentabel zu werden drohte, schlossen sich die kleineren Betriebe bereits zusammen. So wurde in Mayschoß 1868 die älteste Winzergenossenschaft der Welt gegründet. Heute gibt es insgesamt noch fünf Genossenschaften: Mayschoß, Walporzheim, Ahrweiler, Marienthal und die Ahr Winzer eG Dernau (mit Sitz in Bad Neuenahr).
Eine Führung durch deren alte Gewölbekeller lässt sich natürlich gut mit einer Weinprobe verbinden. Wer sie genießt, kann ein noch oft bestehendes Vorurteil beiseite räumen: Im größten geschlossenen Rotweinanbaugebiet Deutschlands gibt es nämlich auch hervorragende Weißweine, die auf 20 Prozent der Rebfläche wachsen.
Auf rund 80 Prozent der Fläche leuchten im Herbst natürlich die roten Trauben. Zumeist die des Spätburgunders, das Aushängeschild der Ahr. Er steht auf 65 Prozent der Rotweinflächen. Mit 25 Prozent folgt der Portugieser auf Platz zwei. Bei den Weißen dominieren der Riesling und der Müller-Thurgau.
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